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Potentilla
micrantha
in Nordrhein-Westfalen?
Das Kleinblütige
(= Rheinische) Fingerkraut kommt ziemlich selten in der mittleren
Rheinebene (Rheinland-Pfalz, Südwest-Hessen) vor. Es blüht
ab Ende März bis in den April hinein.
Gefunden wurde es u.A. bei Lorchhausen sowie auch in einem nach
Süden führenden Seitental des Vinxt-Baches (MTB Burgbrohl
5509/2, GK-Koordinaten 2591,962/5594,516).
P. micrantha ist sehr leicht mit dem häufigen Erdbeer-Fingerkraut
(P. sterilis) zu verwechseln und daher vermutlich unterkartiert.
Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist die Zahl der Zähne an
den Blattfiedern: beiderseits 6-11 bei P. micrantha, 4-6
bei P. sterilis.
Es ist nicht einzusehen, warum P. micrantha nicht auch
im Rheinländ an der Südgrenze von Nordrhein-Westfalen
vorkommen sollte.
Wer kenn einen Fundort von Potentilla micrantha in NRW?
(RS 2007)
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Carlina
acaulis
in der Sötenicher Kalkmulde
Die Silberdistel
ist in den Mittelgebirgen und den Alpen vielfach anzutreffen,
nicht aber in Eifel und Hunsrück. Für die häufigere
Unterart C. acaulis ssp. simplex (Krausblatt-Silberdistel)
gibt es bisher keine Fundmeldungen in NRW und Rheinland-Pfalz
(www.Floraweb.de).
Ein stattliches Exemplar dieses stachligen Korbblütlers fand
sich im August 2007 auf einem Magerrasen südlich von Sötenich
(MTB Mechernich, 5405/3). Man kann davon ausgehen, dass es vor
längerer Zeit dort angesalbt wurde. (RS)
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Spartium
junceum am Bausenberg
Im Juni 2007 wurde
am Bausenberg bei Niederzissen der Binsenginster (Spartium
junceum) gefunden. Dieser mediterrane Ginster unterscheidet
sich vom Besenginster Sarothamnus scoparius durch größeren
Wuchs, keinerlei Blätter, größere Blüten und nicht gerieften Stängel.
Die Herkunft dieser Pflanze ist unklar. Es kann sich um Ansalbung
oder aber auch um eine spontane Ansiedlung aus Gärten handeln.
Die Art wird in den gängigen Floren nicht geführt und ist hier
zu Lande offenbar bislang noch nicht in der Natur beobachtet worden.
(JPF)
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Neufund von
Moneses (Pyrola) uniflora in der Eifel
Das einblütige
Wintergrün ist eine boreo-alpine Nadelwaldpflanze. In Deutschland
ist sie im Alpen- und Voralpengebiet (bis Schwarzwald, Schwäbische
und Fränkische Alb) heimisch. Ähnlich wie Goodyera repens
(aber in weit aus geringerem Umfang) hat sie disjunkte, sekundäre
Vorkommen in Nadelwaldforsten des Flachlandes und Mittelgebirges.
Im NRW-Atlas (Haeupler et al. 2003) ist nur ein aktuelles Vorkommen
im MTB 5606 an der Grenze zu Rheinland-Pfalz eingetragen (im Haeupler-Schönfelder
als synanthrop gewertet), ferner 6 Vorkommen in Westfalen vor
1979.
Die Art wurde am
26.5.2007 im MTB 5405/4 festgestellt, wo sich eine kleine Population
von 22 blühenden Exemplaren unter Kiefern etabliert hat. (JPF)
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Spergula
pentandra mit 10 Staubblättern
Der seltene Fünfmännige Spark blüht
im April auf Xerotherm-Hängen der Nette zwischen Hausen und Trimbs
(TK25 5609/41 Mayen, 2591,752/5577,468) sowie im Gebiet
der Nahe südlich von Volxheim auf Trockenrasen (Haarberg an der
B420; TK25 6113/43 Bad Kreuznach; 3422,577/5519,537).
Anders als vom Namen her zu vermuten
und im Gegensatz zur üblichen Bestimmungsliteratur weisen fast
alle Exemplare mehr als fünf (häufig bis zu 10!) Staubblätter
auf und sind deshalb leicht mit dem Frühlings-Spark (Spergula
morisonii) zu verwechseln (RS 2006).
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Spergula
morisonii in der Wahner Heide
Mitte April blüht auf offenen Flächen
der Wahner Heide südlich des Flughafens der Frühlings-Spark. Ein
großer Bestand findet sich 700 m westlich des Sallbachhügels
(Koordinaten 2581,015/5634,414; TK25 5108/42 Köln-Porz).
S. morisonii ist an seinen breit
ovalen Kronblättern zu erkennen, die ihn vom sehr ähnlichen Fünfmännigen
Spark mit lanzettlichen Kronblättern unterscheiden (RS 2004).
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Impatiens
capensis in Ausbreitung
Dieser noch in den
meisten Bestimmungsbüchern nicht vertretene Neophyt hat sich
von Marburg kommend längs der Lahn ausgebreitet und vor einigen
Jahren den Rhein erreicht. Funde sind von Boppard und der Untermosel
bekannt (Korneck mdl.). Am Rhein gibt es ein Vorkommen im NSG
Namedyer Altrhein (1 Pflanze, Frahm 2003, Sievers 2004) sowie
am Rheinufer oberhalb Hammerstein (2 Pflanzen, Sievers 2004).
Im NSG Urdenbacher Kämpe nördlich Monheim ist die Art
im Bereich des Altrheinarms zahlreich vertreten und fest etabliert
(Frahm 2004).
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Cucubalus
baccifer am Rhein
Der Taubenkropf ist
eine seltene Auenwaldpflanze. Rolf Sievers fand sie im September
2004 mehrfach am Rheinufer bei Hammerstein.
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Kornelkirsche
nicht heimisch?
Die
Kornelkirsche (Cornus mas) wird in dem „Atlas der Farn-
und Blütenpflanzen des Rheinlandes“ (Schumacher et al. 1996)
als im Rheinland nicht indigen verzeichnet. In der Tat wird der
Baum zumeist an Straßenrändern angepflanzt gefunden.
Nichtsdestotrotz gibt es jedoch aber auffällige Vorkommen
an natürlichen Vorkommen:
5409A
Felsklippen an der B9 zwischen Oberwinter und Remagen direkt unterhalb
von Haus Ernich. Landskrone, Nordhang direkt unterhalb der Ruine,
im Unterwuchs des Buchenwaldes, sowie am Südhang.
Beide
Vorkommen machen einen absolut natürlichen Eindruck. Es ist
eigentlich auch schwer verständlich, warum die Kornelkirsche
– wie andere disjunkte wärmeliebende Elemente im Rhein-Moselgebiet
wie z.B. Helleborus foetidus - bei uns nicht auch natürliche
Vorkommen haben sollte.
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