MOOSEXTRAKT

Moose gehören zu den ältesten Landpflanzen. Die ältesten bekannten Fossilien stammen aus dem Devon und ähneln durchaus heutigen Vertretern. Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Behauptung dieser Pflanzengruppe liegt darin, dass sie biologisch aktive Substanzen enthalten, mit denen sie sich erfolgreich gegen Pilze und Bakterien, aber auch gegen Fressfeinde wie Insekten oder Schnecken "wehren" können, mit denen sie an vielen Standorten (z.B. auf dem Waldboden) eng zusammenleben. Normalerweise wären diese zarten Pflanzen, die im Gegensatz zu den Gefäßpflanzen auch keinerlei mechanischen Schutz wie ein Abschlussgewebe haben, "ein gefundenes Fressen" für Pilze und Bakterien. 

Die antimikrobielle Wirkung ist Naturvölkern lange bekannt gewesen  und auch durch Laborversuche (Bild oben rechts) von allen untersuchten 150 Moosarten belegt, ist aber bislang nicht praktisch genutzt worden. Erst Jean Pütz regte für die Fernsehsendung "Hobbythek" an, dazu ein Produkt zu entwickeln. 

Fertiger Moosextrakt ist durch die Firma Niem-Handel, email Niem-Handel@t-online.de erhältlich. Dieser Extrakt hat die Zulassung der Biologischen Bundesanstalt.  

Wirkung eines Moosextraktes auf mit Phytophtora infestans infizierte Tomatenpflanzen. 
Links: behandelte, rechts unbehandelte Pflanze. 

Beste Ergebnisse werden bei einem protektiven Einsatz erreicht. Dabei ergibt sich eine Breitbandwirkung gegen phytopathogene Pilze unterschiedlichster Verwandschaftsgruppen (gestetet wurden u.a. Phytophtora infestans, Alternaria solani, Mehltau u.a.) 

Eine medizinischen Wirkung bei Hautpilzerkrankungen ist zwar in der Literatur durch in vitro-tests belegt, auch  praktisch erprobt aber nicht klinisch getestet. Speziell ist diese Anwendung nicht auf Nebenwirkungen (z.B. allergene Wirkungen) untersucht. Dr. Stefan Brosig aus Stuttgart hatte mit selbst angesetztem wässrigen Moosextrakt sofortige Heilerfolge bei Behandlung von Pilzkrankheiten an der Schweifrübe von Pferden, wohingegen das vom Tierarzt verschriebene Mittel (Epipevaryl) keinen durchschlagenden Erfolg hatte.

Die biologische Aktivität von Moosextrakten bezieht sich dabei nicht nur auf Wirkung gegen Pilze und Bakterien, sondern auch auf die fraßhemmende Wirkung auf Schnecken.

Schnecken fressen keine Moose! Besprüht man Gemüse mit verdünntem Moosextrakt, riecht es nach Moos und wird von den Schnecken nicht gefressen.

Abb. rechts: Salatblatt mit und ohne Moosextrakt besprüht.

 

Die Selbst-Herstellung von Extrakten ist dem Hobbythek-Buch zum Thema "Gesund Wohnen" enthalten. Die Herstellung von Gesamtextrakten setzt voraus, (a) dass man weiß, was Moose sind. Im Volksmund wird viel als Moos bezeichnet, was botanisch nicht dazugehört. (b) dass bei der Entnahme von Moosen aus der Natur umweltverträglich vorgegangen wird und die Naturschutzgesetze sowie die Bundesartenschutzverordnung zu beachten sind und (c) die einzelnen Moosarten unterschiedliche Wirksamkeit haben.